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About

Jana Müller wurde 1977 in Halle an der Saale geboren. Ihr 1999 begonnenes Studium im Fachbereich Künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig schloss sie 2006 mit einem Diplom ab.
Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Jana Müllers Arbeiten setzen sich mit gesellschaftlichen Katastrophen, Bedrohungen, kollektiven Ängsten sowie deren Darstellung in den Medien auseinander. Ihre raumgreifenden Installationen können als Bestandsaufnahmen von mysteriösen Geschehnissen gelesen werden, die in einem Wechselspiel zwischen scheinbar realen Begebenheiten und Fiktion stehen. Durch dokumentarisch-forensische Verfahren werden Spuren von nie ganz greifbaren, dennoch stark suggestiven Geschichten inszeniert. Vor dem Hintergrund verschiedener filmischer und fotografischer Ästhetiken, erinnert die Formensprache der Installationen an kriminalistische Tatortsicherung oder bühnenhafte Kulissen. Die Künstlerin scheint von menschlichen und sozialen Abgründen sowie von allen Manifestationen des Unbewussten und Unheimlichen angezogen – insbesondere dann, wenn diese hinter der Fassade der Normalität lauern. Es ist aber auch das allgemeine Phänomen der Grenzüberschreitung, das ihr Interesse an den Bereichen Kriminalität und Forensik sowie an der Lust und Schaulust am Verbrechen abrundet.
 
Seit 2007 hat Jana Müller zahlreiche Arbeits- und Projektstipendien erhalten, u.a. vom DAAD, dem Institut für  Auslandsbeziehungen (ifa), der Kulturverwaltung des Berliner Senats sowie zuletzt von der Landesstiftung Niedersachsen im Rahmen des Künstlerförderprogramms Braunschweig PROJECTS an der HBK Braunschweig.
 
Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Kontexten gezeigt, darunter den Gruppenausstellungen Der Tod ist Dein Körper, Frankfurter Kunstverein, 2014 (kuratiert von Lilian Engelmann), Kino und der kinematografische Blick, Kunsthalle Memmingen, 2013 (kuratiert von Axel Lapp), Berlin. Status 1, Künstlerhaus Bethanien Berlin, 2012 (kuratiert von Christoph Tannert) sowie der Einzelausstellung Psycho Family, Städtische Galerie Nordhorn, 2012 (kuratiert von Veronika Olbrich). Einen wichtigen Bestandteil ihrer Praxis bilden Kollaborationen mit anderen Kunst- und Kulturschaffenden. So arbeitet sie seit 2001 kontinuierlich mit der Künstlerin Wiebke Elzel an fotografischen Werkzyklen zusammen. Aktuell ist sie in das Projekt 3668 Ilfpetrow - Von Stern zu Stern mit Felicitas Hoppe, Alexej Meschtschanow und Jana Müller eingebunden, eine im Herbst 2015 quer durch die USA unternommene Nachreise des Reiseberichts „Das eingeschossige Amerika“ von Ilf und Petrow aus dem Jahr 1936 (www.3668ilfpetrow.com). Zudem hat sie mehrere kuratorische Projekte und die begleitenden Publikationen mitkonzipiert und mitentwickelt, beispielsweise The Disasters of Peace, Berlin, 2010 (zusammen mit Alexej Meschtschanow) sowie Cumuli - Zum Sammeln der Dinge und Cumuli - Trading Places, Berlin / Memmingen, 2013 / 2015 (zusammen mit Robert Gschwantner, Ralf Hoedt, Regine Müller-Waldeck,Simon Wachsmuth, Moira Zoitl, Vanja Sisek und der Kuratorin Susanne Prinz).
 

 
 
 

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